/

Donnerstag, 13. August 2015

Rezension zu "Auerhaus" von Bov Bjerg



Titel: Auerhaus
Autor: Bov Bjerg
Preis: 18,00€ [D], 18,50€ [A]
Seitenanzahl: 240
Meine Wertung: 2 Seifenblasen
Verlag: Blumenbar
ISBN: 978-3-351-05023-8
Will ich kaufen!


Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth - School - Work - Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf - unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.
Bov Bjerg erzählt mitreißend und einfühlsam von Liebe, Freundschaft und sechs Idealisten, deren Einfallsreichtum nichts weniger ist als Notwehr gegen das Vorgefundene. Denn ihr Ringen um das Glück ist auch ein Kampf um Leben und Tod.

Ich muss sagen, ich hab mich ein wenig vor dieser Rezension gedrückt. Ich hab das Buch vor ca. 2 Wochen beendet gehabt, aber mir ist einfach nichts eingefallen. Das Buch war nicht schlecht, keine Frage. Ich mochte den Schreibstil. Die Idee fand ich klasse. Die Figuren und die Facetten der verschiedenen Charaktere waren spannend und interessant gezeichnet. Aber irgendwie... die Storyline - der rote Faden. Die Umsetzung, irgendwie hat mich das Ganze nicht so umgehauen, wie ich es nach dem vielversprechenden Anfang erwartet hätte. Der Einstieg war nämlich wirklich grandios. Man wird in die Geschichte katapultiert und schon der erste Abschnitt nimmt einen regelrecht gefangen. Man weiß nicht, was geschehen ist, man fragt sich, was los ist und somit wird Spannung aufgebaut. Leider kann meiner Meinung nach das Buch diese nicht sonderlich halten. Das Ganze wirkt konfus, durcheinander, manchmal zusammenhangslos und auf mich teilweise unverständlich.
Was natürlich auch daran lag, dass für mich die Beweggründe der Figuren, warum der und der jetzt den und den Scheiß macht, beinahe komplett im Dunkeln bleiben. Ich konnte einfach keinen rechten Draht zu den Personen aufbauen, ihre Taten schlecht nachvollziehen. Vielleicht liegt es an mir, vielleicht an meinem Alter. Die Geschichte spielt
nämlich in der DDR und zu der Zeit war ich nicht mal geboren. Ich bin zwar jung, aber... hm, naja. Ich kann diese jungen Leute irgendwie trotzdem nicht verstehen, warum sie sind wie sie sind und warum sie so verantwortungslos handeln. Ich kann mich nicht wirklich gut mit ihnen identifizieren. Wie gesagt, mich kann man ja auch als Jugendliche bezeichnen, aber vielleicht liegt es wirklich an der Zeit, in der ich aufgewachsen bin, dass ich zwischen mir und den Jugendlichen in dem Buch kaum Gemeinsamkeiten entdecken kann.
Was seinen Teil ebenfalls dazu beiträgt ist. finde ich zumindest, dass der Erzähler so... sachlich beschreibt. Er kommentiert kaum, er gibt meist lediglich das Geschehen wieder und die Emotionen stehen im Hintergrund, jedenfalls wirkt es auf mich so. Deswegen wirkten die Figuren auch etwas blass, wenn ich auch die Grundzüge vielversprechend empfand.
Und wie ich bereits sagte, geht irgendwie die Spannung verloren, weil die Geschichte irgendwie auf nichts so richtig hinaus zu laufen scheint. Sehe ich zumindest so. Denn das Ende fand ich ehrlich gesagt auch nicht so super. Es passt zu dem Rest des Buches, auf seine Weise, aber mir fehlt der große Knall, das Finale. Irgendwie :D
Super klasse. Ehrlich, ich liebe das Cover, obwohl Orange jetzt nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe ist. Aber es springt ins Auge, obwohl es bei näherer Betrachtung fast schlicht genannt werden kann. Die Struktur, als wäre es auf Recyclingpapier gedruckt lässt das Ganze ein bisschen... hm "retro" wirken, sag ich jetzt mal :D Und die beiden Wolken, die eine regnet, die andere mit Sonnenschein... ich finde einfach die Aussage toll!
Vornherein habe ich schon gedacht: Das passt. Vor allem für ein Buch über Jugendliche, die ihren Weg im Leben suchen. Denn auf diesem Weg steht man genauso oft im Regen, wie dann auch bald darauf wieder die Sonne scheint!
Ein riesen Potential, der Einstieg war toll, allerdings wurde ich nicht wirklich warm mit den Charakteren und der Plot war mir zu... diskontinuierlich. Kann man da diskontinuierlich sagen? Ich war ein wenig enttäuscht.

Es sind leider nur zwei Seifenblasen... Obwohl ich mich ein wenig schuldig deswegen fühle und eigentlich war das Buch okay und ich denke, es lag an mir, dass es einfach Geschmackssache war oder vielleicht ist meine Hirnkapazität zu gering um die Philosophie des Buches zu verstehen... Keine Ahnung. Es war wie gesagt okay. Nicht scheiße... aber irgendwie auch nicht gut. Fast gut. Sagen wir, es liegt zwischen okay und gut :D 

An dieser Stelle bedanke ich mich bei Lovelybooks, dem Blumenbar- bzw. dem aufbau-Verlag, dem Autor Bov Bjerg und allen, die bei der Leserunde mitgemacht haben... es hat wirklich Spaß gemacht (:

Euch da draußen alles Liebe, genießt die Sonne! Und nehmt euch vor Wespen in Acht... die sind böse und durchtrieben. Also, naja, normalerweise hab ich keine Angst vor den Viechern... Aber heute morgen wurde ich angegriffen und... 
nehmt euch einfach in Acht :D

Eure Natalie

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Huhu lieber potenzieller Kommentarschreiber (:

Immer nur her mit deiner persönlichen Meinung, wir freuen uns über Feedback aller Art, also nur nicht so schüchtern, sei ehrlich ;)

Wir wünschen dir noch alles Liebe und freuen uns auf deinen nächsten Besuch!

Bis Bald,
Deine Natalie und Tina