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Mittwoch, 24. Juni 2015

Rezension zu "Loving" von Katrin Bongard



Titel: Loving
Autor: Katrin Bongard
Preis: 9,99€ [D]
Seitenanzahl: 296
Reihe: 1. Band von (?)
Meine Wertung: Drei Seifenblasen
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3841503480
Will ich kaufen!



"Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt", sagt Luca leise und so erstaunt, als könnte er sich selber nicht glauben. Und mir geht es genauso, denn meine schwärmerischen Gedanken an ihn waren eine Sache, aber dies ist etwas anderes. Erwachsen. Magisch. Unausweichlich. Das hätte Ella nie gedacht. Dass sie – die sich für Bücher und Buchblogs interessiert – sich ausgerechnet in den coolen Luca verliebt. Luca, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten. Und den sie bis vor Kurzem nur oberflächlich und arrogant fand. Doch bei einem Schulprojekt über Jane Austens Stolz und Vorurteil lernen sie sich besser kennen … Sich nicht zu verlieben – einfach unmöglich!


Ella und Luca sind zwei Teenager, die scheinbar unterschiedlicher nicht sein könnten, doch im Laufe der Geschichte und durch eine schulische Zusammenarbeit lernen sich die beiden mehr und mehr kennen... und lieben.
Es hat mir Spaß bereitet, an der Seite von Ella und Luca zu sein und deren Wandlung mitzuerleben. Vor allem Ella, anfangs die schüchterne "Streberin", wie sie sich selbst bezeichnet hat, und der verrucht berüchtigte Schwarm aller weiblichen Herzen: Luca. Ella lernt ihre andere Seite dank Luca kennen und aus sich herauszukommen, während sie gleichzeitig Einblicke in Luca's Leben gewährt bekommt. Natürlich ist das Zusammenfinden der beiden leider schwerer als gedacht, wobei sich Luca und Ella oft selbst, und ihrem Glück, im Weg stehen... Ganz Stolz-und-Vorurteil-like... Beiden haben über die Welt des Anderen viele Vorurteile, die sie abzulegen lernen müssen, wäre da nur nicht dieser manchmal schier unfassbare große Stolz dabei... 

Die Idee Katrin Bongards, Ella und Luca an Mr.Darcy und Elizabeth anzulehnen, hat mir sehr gut gefallen! Erst dachte ich allerdings, dass nun die Geschichte vorrausschauender wird, doch ich habe mich schnell geschlagen gegeben und mein falsches Urteil abgelegt... 
 Wo wir doch gerade bei Vorurteilen sind :D

Der Stil der Autorin ist leicht und angenehm zu lesen - wer eine hochgestochene Sprache sucht, ist natürlich hier, bei einem Jugendroman, völlig falsch, denn das Buch ist überwiegend an diese Zielgrupper gerichtet geschrieben - aber genau das hat ihm auch einen sehr lockeren Charakter verliehen. 

Was mich allerdings gestört hat, und weswegen es nur ein "gut" als Bewertung von mir verdient und nicht mehr, war, dass das Buch mir einen etwas holprigen Einstieg geliefert hat. Zum Einen, da Ella eine typisch stereotype Protagonistin ist, die eine Brille trägt, die ihr aus ihrer Sicht natürlich absolut nicht steht (Mädchen. Dann kauf dir eine Neue...) und sie zwei Gramm zu viel wiegt (ist übertrieben, aber es nervt langsam, dass auch immer mehr Protagonistinnen diesen Hang dazu hegen :D). Dann wird beschrieben, wie sie von ihren Eltern eine Augenlasik zum Geburtstag geschenkt bekommt (Lasern einer Fehlsichtigkeit) und beschließt, mehr Sport zu treiben und joggen geht... Schwuppdiwupp! Alle Jungs starren ihr auf einmal (Huch!) hinterher und selbst Luca schnallt erst jetzt, dass sie eigentlich richtig hübsch ist. Sorry, aber das ist mir ein bisschen arg zu viel des Guten und viel zu klischeehaft. Ich meine, wie oberflächlich müssen denn die ganzen Schüler auf ihrer Schule gewesen sein? Nur eine Brille macht aus einem wunderschönen Mädchen keine hässliche Brillenschlange... Neeee.


Das Cover zeigt einfach ein junges Liebespaar, das gegen das Licht während eines Sonnenuntergangs fotografiert wurde - die Farben sind passend dazu gehalten. Aber wo bleibt da der Bezug zur Geschichte? Man hätte so viel schönes noch herausholen können... Ich meine, dass Cover ist nicht hässlich, es ist schon schön, aber es sticht einfach nicht aus der Menge heraus und bietet ebenfalls keinen Eyecatcher oder gar einen "WOW"-Effekt.
  Eine leichte und süße Geschichte, die auf den Pfaden Jane Austens wandelt und mir eine angenehme Lesezeit beschert hat. Als Sommerlektüre absolut empfehlbar
...Außer man hat Probleme damit, dass einige viele Klischees wieder vertreten sind... 
Deswegen: Drei Seifenblasen - ein durchschnittlicher Sommerroman mit deutlichem Potenzial zu mehr ;-)




~ Einen herzlichen Dank an den Oetinger Verlag für das wunderbare Rezensionsexemplar!



Ich wünsche euch allen noch einen wunderbaren Tag!
Eure Tina (:

Kommentare:

  1. Hallo Tina,
    ich habe das Buch im letzten Jahr gelesen. Mir konnte die Autorin schöne Lesestunden damit bereiten. Sanft und leicht führt sie durch diese Geschichte, trifft dabei mit ihrer Sprache und den Charakteren direkt in das jugendliche Leserherz und spiegelt die Freude und das Leid wider, die solch ein erstes Verliebtsein mit sich bringen.
    Schöne Rezension.
    Liebe Grüße,
    Hibi

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    1. Dankeschön für die lieben Worte! (:

      Liebe Grüße,
      Tina

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Huhu lieber potenzieller Kommentarschreiber (:

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Deine Natalie und Tina