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Donnerstag, 12. Februar 2015

Rezension zu "Der Bilderwächter" von Monika Feth



Titel: Der Bilderwächter
Autor: Monika Feth
Preis: 10,99€
Seitenanzahl: 480
Meine Wertung: 4 Seifenblasen
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-30852-3
Will ich kaufen!


Ilka ist glücklich. Das Wintersemester hat begonnen, sie studiert Kunst in Düsseldorf, malt endlich wieder. Jedes Wochenende fährt sie nach Birkenweiler. Zu Jette, Merle - und zu ihrer großen Liebe Mike.
Da erreicht sie ein Brief von Thorsten Uhland, einem alten Freund ihres toten Bruders. Als Rubens Nachlassverwalter will er die Bilder des berühmten Künstlers unsterblich machen, indem er sie der Welt präsentiert. Damit würde er jedoch die Schleier lüften, unter denen sich Ilkas Vergangenheit verbirgt - und das schreckliche Geheimnis, das sie seit ihrer Kindheit verzweifelt zu bewahren versucht.
Kurz darauf geschieht der erste Mord. Ilka gerät in das Blickfeld der Presse, ihr Leben läuft aus dem Ruder, und Jette ermittelt im Wettlauf mit Hauptkommissar Bert Belzig, um Ilka vor einer tödlichen Bedrohung zu retten...

Endlos spannend! Ich liebe dieses Buch! Es ist genauso gut wie seine fünf Vorgänger der Jette-Reihe, einfach... überwältigend! Ich habe mich so sehr  gefreut, als ich erfuhr, dass ich es bekommen werde.
Ich mag sehr Monika Feths Schreibstil, er ist flüssig zu lesen und vor allem sehr, sehr fesselnd. Und emotional. Das finde ich, ist mit das Beste an ihren Büchern! Sie schafft es, dass man richtig mitten drin ist in der Geschichte, richtig mitfiebert und mitfühlt, es ist so spannend, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Und sehr nervenaufreibend! Allerdings mag ich es nicht so sehr, dass andauernd die Sichten wechseln. Mal ist es aus der Ich-Form von Jette, mal in der Erzähler-Form von Irgendwem. Das wechselt wie gesagt immer wieder. Zwar sieht man, dass die Geschichte anders gar nicht funktionieren würde, aber mich stört sowas halt immer ein klitze kleines bisschen. Natürlich passt es total rein und ist auch super gelöst eigentlich. Ich mag sowas eher persönlich nicht, egal bei welchem Buch.
Allgemein sind die Charaktere auch sehr authentisch beschrieben, ihre Gefühle, ihre Handlungen. Alles scheint bis ins kleinste Detail durchdacht und alles ist nachvollziehbar. Auch das finde ich richtig gut. Monika Feth schreibt einfach toll. Und ich liebe Jette, sie ist eine tolle Protagonistin. Man muss sie einfach mögen. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, einen guten Instinkt, sie bewahrt immer einen kühlen Kopf. Für ihre Freunde ist sie sozusagen der Fels in der Brandung. Das macht sie sehr sympathisch. Sie ist auch sehr einfühlsam und mitfühlend. Für andere wirkt sie immer erst ein wenig kühl, aber ich denke sie ist sensibel. Zudem ist sie sehr eigenständig und auch optimistisch. Eine tolle Figur. Allerdings geht es in "Der Bilderwächter" hauptsächlich ja um Ilka. Und Ilka kann sich wirklich glücklich schätzen so viele tolle Leute um sich herum zu haben, die ihr helfen, wo sie nur können. Allerdings ist Ilka oft sehr verschlossen und zurückhaltend. Das kommt natürlich durch ihre grauenvolle Vergangenheit, die sie nie richtig verarbeitet hat. Sie wirkt auf andere sehr zerbrechlich und emotional. Sie ist wohl eher wie ein offenes Buch. Man sieht ihr ihre Verzweiflung an. Sie ist Künstlerin und drückt diese durch ihre Bilder aus. Sie ist innerlich zerrissen, sie fühlt sich hilf- und ratlos. Ilka tut einem so unglaublich leid. So viel musste sie mitmachen. Man fühlt richtig mit ihr und hofft einfach nur auf ein Happy End. Allein schon wegen Ilka. Zugegeben, sie macht es ihrem Freund Mike ein wenig schwer, aber sie kann es nicht anders. Sie wollte ihn auch nie verletzten, und natürlich weiß Mike das. Dennoch tut es ihm weh, wenn sie oft mal seine Nähe nicht ertragen kann. Niemandes Nähe. Doch Mike ist unglaublich geduldig und verständnisvoll, er ist einfach perfekt für Ilka! Es hat mir unheimlich Spaß gemacht über die Freunde zu lesen.
Und natürlich war auch wieder unser lieber Kommissar dabei! Fast hätte ich ihn vergessen! Unseren lieben Bert, der ermittelt und versucht Ordnung in die Sache zu bringen. Er spielt in jedem Thriller von Monika Feth eine Rolle, soweit ich weiß. Er ist der Konstante in der Geschichte, der Vermittler. Derjenige, der immer wieder versucht, Jette und ihre Freunde aus allem rauszuhalten, was ihm leider Gottes dann doch nicht gelingt. Mittlerweile müsste er es ja eigentlich begriffen haben^^ Ich mag seine Figur, er ist sehr sympathisch und sehr intelligent. Kein Mordfall, den er nicht gelöst bekommt ;D
Auch eine klasse Story. Wie gesagt, alles durchdacht, alles nachvollziehbar, ein gutes Tempo und eine unglaublich Spannung. Was gibt es da zu meckern?
Hm, Ja. Es passt natürlich gut zum Titel und zum Inhalt. Ich mags gern. Es ist ein Blickfang und das rot sehr dominant. Das Cover ist nicht zu aufdringlich, einfach schlicht und fertig. Passend.
Ganz, ganz tolle Charaktere, ein fesselnder Spannungsbogen von Anfang bis Ende. Ich liebe es!


Ich vergebe 4 Sterne. Ja, warum nur vier? Wo es mir doch so gut gefallen hat? Gute Frage. Ich erwähnte ja schon, dass mir das mit dem Sichtwechsel nicht so gut gefällt. Außerdem kam mir das Ende ein bisschen zu Knall auf Fall. Und irgendwie muss ich doch gestehen, dass mir die vorherigen Bände irgendwie ein bisschen besser gefallen haben. Dennoch ändert das nichts an meiner guten Meinung zu dem Buch! Sehr empfehlenswert! Lest es!

Und an dieser Stelle möchte ich ganz herzlichst dem cbt-Verlag danken (Schon wieder von Random House. Wie viele Verlage gehören zu denen eigentlich? Bestimmt so an die Hundert... Muss ich mal recherchieren...)
DANKE! Für dieses tolle Rezensionsexemplar.
Meine Schwester ist ein riesen Monika-Feth Fan und hat sich auch sehr gefreut!
Und natürlich BLOGG DEIN BUCH!
Dankeschön! Thank-you! Merci! Gracias! Takk!
Letzteres war übrigens Schwedisch. Wusstet ihr, dass es da Elche gibt? Cool, oder?

Alles Liebe! Natalie

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