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Sonntag, 8. Februar 2015

Rezension zu "Als Mrs. Simpson den König stahl" von Juliet Nicolson



Titel: Als Mrs. Simpson den König stahl [Originaltitel: Abdication]
Autor: Juliet Nicolson
Preis: 14,99€ [D]; 15,50 [A]
Seitenanzahl: 392
Meine Wertung: 3 Seifenblasen
Verlag: Insel-Verlag
ISBN: 978-3-458-35937-1
Will ich kaufen!


England, 1936. Für die 19-jährige May Thomas beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Gerade aus Barbados nach England gekommen, tritt sie eine Stelle als Chauffeurin bei Sir Philip Blunt an. Mit ihrer offenen, liebenswürdigen Art findet sie bei den Blunts schnell ein neues Zuhause. Und in dem politisch und sozial engagierten Oxfordstudenten Julian einen Freund, für den sie schon bald mehr empfindet, als ihr erlaubt ist. Zur selben Zeit hält Evangeline Nettlefold Einzug bei den Blunts. May schließt Freundschaft mit der lebenslustigen Amerikanerin, die mit ihrer impulsiven Art die britische Reserviertheit durcheinanderwirbelt. Doch Evangeline sorgt für etwas mehr Aufregung, als allen lieb ist. Denn sie steht in engem Kontakt mit Wallis Simpson, deren heimliche Affäre mit dem König nicht nur die Skandalpresse in Alarmbereitschaft versetzt. Nach und nach taucht May immer tiefer ein in die Verstrickungen der gehobenen britischen Gesellschaft und hat bald nicht mehr nur mit ihrem Gefühlschaos zu kämpfen…
Ich war ziemlich neugierig auf diesen historischen Roman und obwohl mich das Cover jetzt nun nicht so sehr angesprochen hatte, tat es der Klappentext um so mehr!
Als ich zu lesen begann, war ich schon etwas enttäuscht. Der Schreibstil erscheint mir ein wenig langweilig und unpersönlich - Im Bezug auf die Personen, die in den unterschiedlichen Abschnitten im Vordergrund stehen. Es ist die "Allwissender-Erzähler"-Sicht gewählt, was an sich ja ganz gut passt. Aber durch die Zeitsprünge und die Tatsache, dass erst eine Situation erklärt und aufgeführt wird, dann wieder eine, die vor dieser Handlung spielt, ehe es dann mit den Geschehnissen, nach dieser Situation weiter geht, ist es mir zunehmend schwer gefallen, mich in das Buch einzufinden und sowas wie Spannung zu empfinden. Ach Ja - Die Spannung! Auch die hat mir irgendwie gefehlt. Teilweise wurde man mit Namen und Orten und geschichtlichen Ereignissen bombardiert, die die Autorin zwischenzeitlich eingebaut hat, was aber eher erschlagend als nützlich wirkte. Natürlich sind die Erklärungen wichtig, aber manchmal war es einfach zu viel des Guten. Außerdem hatten diese Menge Informationen die Geschehnisse in der "Gegenwart" des Buches, dann aus dem Gedächtnis verdrängt.
Bei der Hauptprotagonistin handelt es sich um die junge May, die mir schon von Anfang an sympathisch war und die mir die Geschichte über schon ans Herz gewachsen ist. Sie verliebt sich in den gut aussehenden Julien, der, wie auch sie bemerkte, schon sehr arrogant war, und den ich nicht so gut leiden mochte. Er ist äußerst sprunghaft, weiß nie was er will, nimmt sich aber trotzdem eben das, was er will. Zu Gute halten muss man ihm seine Ehrlichkeit und seinen Gerechtigkeitssinn, für den ich ihn dennoch schätzen gelernt habe :D Evangeline Nettleford, auf der ebenfalls manchmal der Fokus lag, von der weiß ich eigentlich gar nicht so Recht, ob ich nun Zuneigung oder Abscheu für sie empfinden soll. Sie macht viele seltsamer und blöder Sachen, aber letztendlich kann sie einem nur unendlich leid tun, denn sie ist so unglaublich einsam und zudem scheinbar auch noch vom Pech verfolgt. Arme Evangeline.
Und ein Charakter, den ich sehr mochte, war Florence, die kleine Tochter von Mrs. Cage. Denn die Kleine ist ein wirklich liebreizendes Mädchen!
Die Story selbst ist ein bisschen... Naja, fad. Man weiß jetzt eigentlich nicht so genau, was der Kern der Geschichte ist und irgendwie stand nichts weiter im Vordergrund, jede Geschichte der unterschiedlichen Charaktere blieb ein wenig blass. Dennoch war die Story von der Chauffeurin kreativ ausgedacht und passte eigentlich recht gut rein in die damaligen Ereignisse rund um Mrs. Simpson und den König. Ich weiß nicht sonderlich viel über die geschichtlichen Hintergründe, denn auch diese Geschichte bleibt ziemlich im Hintergrund, aber nun gut.
Das Cover passt, anders als der Titel, gut zum Buch: Es ist, Entschuldigt, dass soll nun wirklich nicht abwertend klingen!!! irgendwie langweilig. Tut mir sehr, sehr, sehr leid, aber ich empfinde das so. Der blaue Rolls-Royce im Vordergrund passt natürlich zu der Arbeit von May, allerdings habe ich nicht den leisesten Schimmer, welches Gebäude das im Hintergrund sein soll (Vielleicht das Fort Belvedere?) oder wer die Dame im violett geblümten Kleid sein soll. Aufregend oder ansprechend wirkt das gesamte Cover jedoch nicht auf mich. Der Titel passt, wie gesagt, nur mäßig zum Buch, er hängt lediglich mit der Zeit, in der es spielt, zusammen. Allerdings klingt er irgendwie ein wenig frech und witzig.


Das englische Cover ist fast identisch, bis eben die Schrift und das Blabla. Auch beim Originaltitel (Übersetzt: Abdankung) ist es irgendwie das Gleiche wie beim Deutschen: Er passt zu der Zeit, in der die Geschichte spielt.
Ganz nette Story, allerdings etwas langweilig und blass erscheinend.


Ich vergebe drei Seifenblasen!

Für dieses schöne Rezensionsexemplar danke ich ganz herzlichst dem


(Bei dem Buch waren viele, wirklich sehr viele Beilagen dabei, unter anderem auch dieses Stück bedruckte Pappe, welches ich als Lesezeichen genutzt habe. Danach sah es so aus :D Lesezeichen aus Papier leben bei mir leider Gottes nie sonderlich lange)

Und natürlich

Vielen lieben Dank, wirklich, DANKE ^^

Alles Liebe!
Natalie


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